dont-grow-up-its-a-trap_740x495
The daily hazards of life

Die Rushhour des Lebens – und wir mittendrin

Meine Kollegin wird heute 32. Und wird von ihren Freunden daher immer wieder freundlich daran erinnert, dass sie jetzt schön langsam alt ist. Zum Beispiel, indem sie auf Artikel wie diesen hingewiesen wird: http://orf.at/stories/2142662/2142671/

Darin geht es um die Generation der 30-40jährigen, die sich gerade in der „Rushhour des Lebens“ befinden. Alles auf Vollgas und nirgendwo ein Stop-Knopf weit und breit. Zwischen 30 und 40 soll man heutzutage quasi ein Wunderwuzzi sein. „Zwischen 30 und 40 musst du brennen“, wird eine Romanfigur von Kristof Magnusson in dem ORF Artikel zitiert. Nach Jahren des Studierens, des Leben genießens, der ersten Karriereschritte, soll man in diesem Lebensjahrzehnt plötzlich alles erreichen, was früher innerhalb zweier Jahrzehnte erledigt wurde. Vor allem, wenn man eine Frau ist. Also den richtigen Job finden und Karriere machen, daneben einen Partner fürs Leben finden, Kinder bekommen und das für die nächsten Jahrzehnte angestrebte Dasein führen. Aber wann bitte soll man das alles tun? Und wie?

Die heutigen 30-40jährigen stehen unter einem bislang nie dagewesenen Stress. Weil sich alles nach hinten verschoben hat und jetzt innerhalb kürzester Zeit unter einen Hut gebracht werden muss. Von allen Seiten werden Erwartungen gestellt, am meisten wahrscheinlich von einem selbst. Und über allem schwebt das Damoklesschwert der dahinrinnenden Zeit während man 100 e-mails bearbeitet, das Handy ständig läutet und man zwischendurch diverse Freizeitaktivitäten, Freunde und Lover zu koordinieren versucht ohne dabei einmal innezuhalten. Und wenn man dann man innehält, stellt sich leichte Überforderung ein: was tun, wenn es einmal still ist?

 

Previous Post Next Post

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply