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The daily hazards of life

Smartphones, die Langeweile- und Seelenfriedenkiller

Ihr kennt das sicher, man trifft sich mit Freunden in einem Lokal, die anderen sind noch nicht da, schwupps, zieht man mal das smarte Phone aus der Tasche und checkt Mails, Facebook Updates, Instagram Einträge und weiß der Geier was man noch so an Apps auf seinem Telefon mit sich führt. Nur nicht einfach so dasitzen, in die Luft starren und gar unbeschäftigt wirken oder sein. Nur keine Langeweile oder Nichtstun aufkommen lassen. Selbiges Bild bietet sich, wenn man auf die U-Bahn wartet, in der Schlange vor dem Kino steht oder sonst wo Zeit überbrücken muss.

Wiedermal ein ORF- bzw. CNN Artikel (http://orf.at/stories/2143652/2143653/, http://edition.cnn.com/2012/09/25/tech/mobile/oms-smartphones-boredom/index.html) hat zu diesem Thema meine Aufmerksamkeit erregt. Darin heißt es: „Im Zeitalter der ständigen Informationsflut wird das Nichtstun offenbar immer unerträglicher.“ Und das stimmt in einem gewissen Maße. Durch die permanente Erreichbarkeit seiner selbst, durch die kontinuierliche Versorgung mit Informationen – sei es zu Themen der Weltpolitik oder welche Farbe die Zahnbürste eines Facebook Freundes hat – wird uns das Gefühl vermittelt, ständig in Bewegung sein zu müssen. Weil sich ja auch rundherum alles dreht. Langeweile erzeugt da fast schon Angst.

Der amerikanische Anthropologe Christopher Lynn beschreibt das so: „When you’re habituated to constant stimulation, when you lack it, you sort of don’t know what to do with yourself …When we aren’t used to having down time, it results in anxiety. ‚Oh my god, I should be doing something.‘ And we reach for the smartphone. It’s our omnipresent relief from that.“

Dieses ständige Etwas-tun-müssen und erreichbar sein birgt meines Erachtens nicht unwesentlichen Stress. Viele sind überfordert, manche können auch nicht damit umgehen, wenn sich plötzlich ein Moment der Ruhe ankündigt. Stille ist unerträglich. Denn dann könnte man unter Umständen auch mal zum nachdenken kommen. Und vielleicht gefällt manchen ja nicht, was sie dabei finden würden…

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