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The daily hazards of life

The illusion of perpetual bliss – and how to preserve it

Ich bin heute über einen großartigen Artikel in der NY Times gestoßen. Frisch Verliebte oder solche, die es noch werden wollen, finden die Feststellungen darin vielleicht desillusionierend oder schier unvorstellbar, eigentlich gibt der Artikel aber vor allem eines: Hoffnung!

Im Wesentlichen gehts darum, dass neue Beziehungen (wenn man denn mal was passendes für sich gefunden hat), eine relativ kurze Halbwertszeit haben, weil die anfängliche Euphorie für gewöhnlich einer gewissen Ernüchterung oder sogar Enttäuschung weicht. Weil nun mal auch Beziehungen einem Konsolidierungsprozess unterliegen. Das große Oh-Ah-Ich-bin-in-einem-Märchen-und-alles-ist-so-rosa Gefühl in der anfänglichen Verliebtheit (wenn man das Glück hat, diese überhaupt zu erleben) ist nun mal nicht auf ewig haltbar. Weil wir uns weiterentwickeln, weil der „Alltag“ dazwischen kommt, weil man sich nun mal an Dinge gewöhnt und alles, was nicht neu und deshalb aufregend ist, birgt nun mal früher oder später auch einen gewissen Ernüchterungs- bzw. Langeweilefaktor in sich. Die NY Times beschreibt das so „When love is new, we have the rare capacity to experience great happiness while being stuck in traffic or getting our teeth cleaned. We are in the throes of what researchers call passionate love, a state of intense longing, desire and attraction. In time, this love generally morphs into companionate love, a less impassioned blend of deep affection and connection. The reason is that human beings are, as more than a hundred studies show, prone to hedonic adaptation, a measurable and innate capacity to become habituated or inured to most life changes.“

Und da wir uns vor allem an Schönes gerne gewöhnen und es als selbstverständlich ansehen, wenn wir es einmal hatten, fällt es uns schwer, es auf ewig zu schätzen. Weil unsere Erwartungen sich ändern und größer werden. Was uns also gestern noch erstrebenswert und wunderbar erschien, langweilt uns morgen. Wir sind halt eine undankbare Spezies!

Das Schöne am NY Times Artikel: er meint, dass man sich mit dieser Situation nicht abfinden muss, sondern dass es sehr wohl möglich ist, das anfängliche Glücksgefühl zu erhalten oder wiederzubeleben. Indem man das Element der Überraschung in eine Beziehung einbringt. Denn, „we are biologically hard-wired to crave variety. (…) It doesn’t take a scientist to observe that because the sex in a long-term committed monogamous relationship involves the same partner day after day after day, no one who is truly human (or mammalian) can maintain the same level of lust and ardor that he or she experienced when that love was uncharted and new. We may love our partners deeply, idolize them, and even be willing to die for them, but these feelings rarely translate into long-term passion.“

Das hat zur Folge, dass viele diesen Übergang von leidenschaftlicher, stürmischer zu tiefempfunder, freundschaftlicherer Liebe damit verwechseln, dass sie plötzlich nicht mehr füreinander geschaffen oder unglücklich sind. Und genau hier ist das Überraschungselement die Krux. „When something novel occurs, we tend to pay attention, to appreciate the experience or circumstance, and to remember it. (…) Surprise is apparently more satisfying than stability.“

Also, liebe Menschen, dir ihr in langjährigen Beziehungen seid und euch vielleicht mal denkt, das ist alles nicht mehr so prickelnd ist (und auch liebe Menschen, dir ihr nicht daran glaubt, dass man über einen längeren Zeitraum als 5 Jahre mit einer Person ein glückliches Leben führen kann), überrascht euch selbst doch einfach mal und brecht aus eurer Routine aus, es könnte hilfreicher sein als ihr denkt.

 

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