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Interior Design, The daily hazards of life

The trouble with love is…

Liebe – auch so ein Problem, dass Marx nicht gelöst hat.
Jean Anouilh

Liebe ist grundsätzlich etwas Schönes. Manche Menschen liebt man ja im Idealfall automatisch und wird zurückgeliebt. Mama, Papa, Geschwister, die üblichen Verdächtigen halt. Aber dann gibt es da diese „Externen“, die Menschen, die in dein Leben stoßen und von denen du nicht automatisch weißt, was Sache ist. Diese Unwissenheit macht ja auch den Reiz des Ganzen aus. Macht die Liebe so spannend. Aber auch so aufwühlend.

Nun tendieren in meiner Erfahrung vor allem Frauen (ich nehme mich da nicht aus) dazu, alles übermäßig analysieren zu wollen und legen jedes Wort des potenziellen Partners in die Waagschale. Wie hat er das jetzt gemeint? Mache ich zuviel? Mache ich zu wenig? Soll ich den Ball jetzt flach halten und mich nicht melden? Soll ich mich melden? Und was bitteschön denkt er sich eigentlich und überhaupt und sowieso???

Man kann sich hier also sehr einfach sehr wahnsinnig machen. Und guter Rat ist teuer. Weil man sich den von zumeist nahestehenden Vertretern des weiblichen Geschlechts holt und die ja genauso wenig wissen, wie der Mann tickt. Bzw. als gute Freundinnen ohnehin automatisch die Meinung vertreten müssen, dass prinzipiell ER doof ist. Der Mann selbst wird sich vermutlich nicht mal halb so viele Gedanken machen und lebt munter vor sich hin.

Betrachtet man die Beziehungen oder solche, die es werden wollen, anderer von außen, scheint oft alles so sonnenklar (sie will ihn mehr als er sie will/er ist verrückt nach ihr, sie spielt nur mit ihm), betrachtet man sein eigenes Tun ist das um ein vielfaches schwieriger. Weil die Distanz fehlt, um das Hirn einzuschalten. Und somit bleiben wir in diesem Teufelskreis, der sich Liebe nennt. Und sich doch so quälend und gut zugleich anfühlen kann.

 

Ultimately love is everything.
M. Scott Peck

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