wurlitzer-wien-beisl_740x495
The daily hazards of life

Aus der Reihe Babsi entdeckt die Welt – How to be adventurous oder: die Beislrallye

“Let us step into the night and pursue that flighty temptress, adventure.”
J.K. Rowling, Harry Potter and the Half-Blood Prince

Tippt man auf Google „How to be adventurous“ ein, werden interessante Dinge ausgespuckt. Wikihow sagt, die Formel ist ganz einfach: Novelty + courage = adventure. Wobei man sich natürlich auch fragt, warum jemand auf Google nach Möglichkeiten sucht, abenteuerlustig zu sein. Das ist in etwa so wie sich zwei Wochen im voraus zu überlegen, an einem bestimmten Tag „spontan“ etwas zu machen.

Wie auch immer, ich habe meine eigene Definition von Abenteuer und die ist recht mannigfach und breit auslegbar. Vergangenes Wochenende, zum Beispiel, habe ich mich auf etwas eingelassen, dass ich mitunter als Abenteuer bezeichnen würde. Eine Beislrallye. Was das ist? Man sucht sich idealerweise einen vordefinierten Bezirk oder ein Themengebiet aus (z.B. Irish Pubs) und besucht an einem Abend in diesem vordefinierten Gebiet alle Lokale, denen man am Weg begegnet (EGAL wie das Lokal aussieht) und nimmt dort ein Getränk zu sich. So geschehen Freitag im 18. Wiener Gemeindebezirk. Mein Beislrallye Freund Alex (ja, ich mache das nicht zum ersten Mal!), meine Schwester und ich brachen zur großen Schopenhauer Rallye auf. Schopenhauer deswegen, weil wir allesamt vor Jaaaaaaahren in der Schopenhauergasse studierten und daher dort noch einige Stinkewirten unseres Vertrauens vermuteten. Und quasi eine In-Memoriam-Tour angedacht hatten.

Drei Erkenntnisse brachte die Beislrallye:

1. Die Stinkewirten im 18. Bezirk werden rar! Also nicht, dass es gar keine mehr geben würde (im Gegenteil, das Café Happy zum Beispiel würde ich als sehr stinkig bezeichnen), aber sie durchmischen sich mit eigentlich ganz hübschen Lokalen. Mit dem Effekt, dass ich in die richtigen Stinkewirten gar nicht mehr so richtig einkehren wollte, nachdem ich in den schöneren Exemplaren war (verwöhntes Ding!).

2. Ein Stinkebeisl wird auch nach mehr als einem Bier nicht schöner, aber die Leute immer freundlicher! Im bereits erwähnten Café Happy gabs noch dazu eine gratis Jukebox (gratis, weil sie fast ausschließlich unbekannte Lieder spielte) und sehr nette alleinstehende Bargäste, die unsere Musikwahl freundlich kommentierten und auch Inputs für die weitere musikalische Gestaltung des Abends gaben.

3. Nach 8 Wirten und ebenso vielen Getränken ist es dann an der Zeit die Zelte abzubrechen. Wie gesagt, die Beisl werden nicht schöner und das Kopfweh auch nicht besser.

beisl-liste_740x495 wiener-stillleben-beisl-waehring_740x495
 

Previous Post Next Post

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply