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The daily hazards of life

It´s a very good day – let´s rejoice! (and learn from it)

Als ich heute morgen mit schweren Gliedern und kaum aufklappbaren Augenlidern aufwachte und in Folge die klirrende windige Kälte der Realität vor meiner Tür vorfand, hatte ich zugegebenermaßen Bedenken, ob sich der Tag zu meinem Gefallen entwickeln könnte. Überhaupt angesichts der sehr anstrengenden vergangenen Tage, die voll von Arbeit, Studieren und Entscheidungskämpfen waren und meine Motivation und Laune im semioptimalen Bereich kreisen ließen.

Aber dann gibt es diese Momente, wo sich plötzlich all das auflöst und die Strapazen belohnt werden. Heute zum Bespiel, in mein Postfach flatterte eine e-mail von einem meiner Dozenten mit der Beurteilung einer Uniarbeit. Ich hatte wie immer in diesen Situationen die schlimmsten Befürchtungen, mein Herzlein pochte bis zum Hals und ich sah mich schon die nächsten Wochenenden und Abende auf Unibibliotheken sitzen und eine neue Arbeit schreiben. Dann sah ich die Benotung. Und dachte mir: geh bitte, Babsi, du bist echt ein Ei, wieso meinst du eigentlich immer, dass es schiefgehen wird obwohl du aus Erfahrungswerten doch weißt, dass im Endeffekt meist ohnehin alles bestens klappt?

Und da kam mir wieder die Erkenntnis: ich bin eine typische Frau (sorry, wenn ich euch jetzt alle mal subsummiere; Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel). Obwohl ich super Leistungen erbringe und das nötige Fachwissen habe, wo ich es brauche, meine ich immer noch, dass es womöglich nicht reicht/jemand anderer sicher besser ist/meine Leistungen als gefährliches Halbwissen enttarnt werden könnten. Und frage mich: warum? Die Erfahrung hat mir eindeutig gezeigt, dass ich belegbaren und berechtigten Erfolg habe. Dass ich gut bin, in dem was ich tue. Dass bei vielen (oft männlichen) Kollegen weniger oder gleich viel Wissen dahinter ist, sie sich aber auf jeden Fall für Superstars halten.

Ich werde jetzt also mal meinen inneren Superstar suchen gehen. Und diesmal schaue ich ganz genau.

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