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The daily hazards of life

I´m done being nice

Ich bin prinzipiell ein sehr friedliebender Mensch. Meine Grundhaltung ist positiv. Jahrelang hatte ich Sir Karl Poppers schöne Worte: „OPTIMISMUS IST PFLICHT!“ über meinem Schreibtisch hängen. Ich habe versucht Verständnis aufzubringen, flexibel zu sein, anderer Leute Bedürfnisse so gut es geht zu befriedigen, Rücksicht zu nehmen, ein guter Mensch zu sein. Aber irgendwann ist damit Schluss. In meinem Fall: jetzt.

Warum? Ich beobachte Menschen dabei, wie sie sich selbst in den Himmel heben, dampfplaudern mit dem großen Talent sich so darzustellen als wären sie Superstars, sich prinzipiell im Recht fühlen, sich solange alles gut läuft für nichts sonderlich  interessieren und nur just in dem Moment, wo ihnen etwas gegen den Strich geht dagegen aufbegehren. Ohne sachliche Begründungen. Es gibt solche Menschen, die sich einfach per se großartig finden, obwohl sie verhältnismäßig wenig dafür leisten. Im Grunde hege ich ja eine gewisse Bewunderung für sie. Sie sind Verkaufstalente ihrer selbst.

Ich habe dieses Verhalten nun einige Zeit beobachtet, zugesehen wie sie sich ständig im Recht und unhinterfragenswert fühlen und letztlich aufgrund ihrer Selbstvermarktungstechnik auch Recht bekommen und bin zu dem simplen Schluss gekommen: es bringt mir nichts, bei diesem Spiel mitzuspielen und die ewig verständnisvolle Trulla zu sein. Ich kann auch anders. I´m done being nice.

PS: Zu euch, liebe Leser, bin ich aber trotzdem noch lieb, ok?

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1 Comment

  • Reply sueholzer (@sueholzer) November 29, 2013 at 1:32 pm

    Kenne das nur zu gut. Habe auch schon einmal meine Gedanken dazu niedergeschrieben. http://eloquent.at/lass-dir-mal-eier-wachsen/

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