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Travelling

A glimpse of paradise

Es gibt Orte, die man erst zu schätzen lernt, wenn man älter wird. Die Wachau zum Beispiel. Jahrzehntelang habe ich die Sommer und Wochenenden meiner Kindheit und Jugend dort mit meiner Familie verbracht zwischen Weinbergen, Blumenwiesen, Marillenbäumen und dieser stets latent mitschwingenden Langeweile, die ich mitunter in ländlichen Gefilden empfinde. Wenn frühmorgens der Nachbar auf seinem Traktor vorbeifuhr und dabei dieses knatternde Geräusch erzeugte, das in mir bis heute das Gefühl von Melancholie und leichter Tristesse weckt, die Nachbarskinder ebenso zeitig in mein Zimmer stürmten, um mit mir die Kirchenpost auszutragen oder Ball über die Schnur zu spielen und der gesellschaftliche Höhepunkt darin bestand beim Heurigen ein Wachauer Laberl mit Liptauer und danach eine Wachauerschnitte zu essen, dann dachte ich mir als Kind nicht: hach, ist das wildromantisch und erholsam in der Wachau! Ich dachte mir: wann darf ich endlich wieder nach Wien in die Zivilisation, wo es Satellitenfernsehen, Geschäfte und meine Freunde gibt und nicht so faaaad ist?

Nun ja, in der Zwischenzeit ist ja das ein oder andere Jahr ins Land gezogen und ich bin nicht mehr das kleine (undankbare) Kind von damals. Und mittlerweile fahre ich freiwillig übers Wochenende in die Wachau und finde es noch dazu UR SUPER! Letztes Wochenende zum Beispiel machte ich Zwischenstopp im Prandtauerhof in Joching. Ein 700 Jahre altes wunderschönes Gut direkt an der Donau, wo es nicht nur gutes Essen, sondern auch sehr schöne Zimmer gibt. Ok, man muss als Wachauurlauber nach wie vor ein wenig flexibel sein: die guten Restaurants haben meist nur Montag – Freitag von 10-17 Uhr offen. Samstags und Sonntags, also wenn man meinen könnte, dass gerade die meisten Touristen in der Wachau sind, ist meist geschlossen. Warum, weiß man nicht. Ist einfach so! Und nur wenn man wie wir Glück hat und vielleicht gerade eine Hochzeit o.ä. in besagtem Lokal gefeiert wird, kann man auch eine Tischreservierung vornehmen.

Hat man mal alle Reservierungshürden überstanden, lohnt es sich aber allemal! Ich gerate immer noch in Verzückung wenn ich an die paradiesischen Stunden letztes Wochenende denke! Denn egal ob man gerade ein Begrüßungsschlückchen zwischen den wunderwunderschönen Arkaden des Prandtauerhofs zu sich nimmt, hoch oben von der Weißenkirchner Wehrkirche runter auf die Donau sieht oder am Donaustrand entlangspaziert – es ist alles so pittoresk und schreit so sehr nach Harmonie und Glückseligkeit, dass man schon ein Unmensch oder zumindest sehr, sehr komisch sein muss, wenn man davon nicht in Verzückung gerät. Und zur Not kann man ja außerdem immer noch den ein oder anderen Wachauer Wein verkosten, spätestens dann sollte die Verklärung eintreten! :)

Aber wie immer zeige ich euch am besten ein paar Bilder vom kleinen Paradies an der Donau, damit ihr euch ein Bild von dieser Perle namens Wachau machen könnt. Habt eine schöne Woche, liebe Leute!

Wachauer Idylle – der Prandtauerhof

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Ein Blick ins Paradies – der Innenhof des Prandtauerhofs in Joching

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Wo das flüssige Gold wächst

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Picture-perfect Dürnstein

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Herzliche Grüße

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