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Travelling

Urlaub in Wien

Nun gut, ich wohne ja bekanntermaßen in Wien. Und vor kurzem, tja wie soll ich das jetzt wohl erklären, da habe ich Urlaub gemacht. In Wien.

Warum macht sie das wohl, werdet ihr euch vielleicht fragen. Ganz einfach: weil Wien wunderbar ist! Und mit den Augen eines Touristen sieht man die eigene Stadt nochmal ein bisschen anders. Ich habe das vor zwei Jahren übrigens schon mal getan und kann es nur empfehlen. Damals verbrachte ich eine Nacht im Hotel Daniel (dessen Frühstück ich nach wie vor sehr schätze), dieses Jahr hab ich mir ein klitzekleines Upgrade gegönnt – ins Sofitel Vienna Stephansdom (dessen Frühstück ich nicht ganz so schätze). Bislang habe ich mich ja gefragt warum es wohl Sofitel Vienna Stephansdom heißt, wenn es doch gar nicht neben dem Stephansdom, sondern am Donaukanal steht, spätestens beim Blick aus dem Hotelzimmerfenster war mir dann aber klar: das hat schon seine Berechtigung.

Da thront er nämlich mittendrin und ich sage euch, es ist herrlich mit solch einem Blick einzuschlafen und aufzuwachen (übrigens kann ich euch jetzt mitteilen, dass nächstens der Dom das einzig durchgehend beleuchtete Gebäude in der Innenstadt ist, alles andere geht um Mitternacht schlafen).

Die Wohnsituation war also schon mal formidabel, als echter Touri möchte man aber natürlich auch die Stadt erkunden, weshalb mich mein Weg an einen Ort führte, an dem ich zuletzt als Kind war: ins Café Demel am Wiener Kohlmarkt.

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Ich mag ja Wiener Kaffeehäuser sehr gerne, weil man so schön Leute schauen kann, gute Kuchen bekommt und ewig einfach nur herumsitzen kann. Das Demel hat mich allerdings ein wenig schockiert. An keinem anderen Ort in Wien habe ich mich jemals so touristisch gefühlt. Hat man sich mal den Weg über eine relativ schmale Treppe durch Menschenmassen hindurch in den oberen Stock gebahnt, erwartet einen dort alles außer typisches Wiener Kaffeehausflair. Natürlich, die Räume sind prächtig, der Kaffee und die Torten sind gut, aber ringsum sitzt kein einziger Wiener, sondern ausschließlich mit Reiseführern bewaffnete Touristen, die ja nicht wissen können, dass sich ein Wiener Kaffeehaus anders anfühlt. Was ein bisschen schade ist.

Aber Schwamm drüber, schließlich bin ich ja ein situationselastischer Mensch und konnte galant über die überteuerten Tortenstücke hinwegsehen, um mich im Anschluss wieder an den Herrlichkeiten dieser herrschaftlichen Stadt zu erfreuen. Und am Hotel SPA. Und an der Hotelbar. Und am Hotel Roomservice – habe ich schon mal erwähnt, dass ich es liiiebe in Hotels zu wohnen, vor allem wenn sie so formschön von Jean Nouvel designt wurden? Na jedenfalls saß ich am Ende meines Wien-Wochenendes auf meinem weichen Hotelbett, blickte auf den Stephansdom und die vielen Kuppeln, Kirchtürme und Berge im Hintergrund und dachte mir: Wien, nur du allein.

 

 

 

 

 

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