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5 Dinge, die ich in der Bildungskarenz gelernt habe

Mittlerweile ist schon mehr als die Hälfte meiner 2-monatigen Bildungskarenz verstrichen und es ist Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen. Was gut war, was weniger gut war und warum meine Terrasse so gepflegt wie noch nie ist.

Als ich im Februar beschloss mir diese tolle österreichische Erfindung namens Bildungskarenz zu gönnen, tat ich das mit dem Ziel, meine mittlerweile dritte Diplomarbeit fertig zu schreiben. Denn: ein Full-time Job und wissenschaftliche Arbeiten verfassen, das verträgt sich auf Dauer nicht gut bzw. macht garantiert schlechte Laune!

Mittlerweile sind es nur noch knapp drei Wochen, in denen ich mich frei von Arbeit voll auf meine Weiterbildung konzentrieren kann, ich denke also ich könnte mal resümieren, was ich bislang von meiner Bildungskarenz gelernt habe:

1. Ich habe mehr Zeit für das Leben an sich und das ist toll! Meine sonst inhärente leichte innerliche Unruhe, weil ich das Gefühl habe, ständig an etwas denken zu müssen oder nicht zu vergessen, hat sich wesentlich verringert.

2. Ich habe mit 100% weniger Vollidioten zu tun. Ehrlich, im Berufsleben ärgert man sich so schnell über Menschen, weil sie die eigene Arbeit (manchmal gerechtfertigt, oft nicht) kritisieren, boykottieren oder sonst einfach doof sind. Das fällt jetzt plötzlich weg. Herrlich!

3. Ich bin netter zu meinen Mitmenschen. Hat man es mit weniger Menschen zu tun, denen man ständig Rede und Antwort stehen muss, ist man selbst entspannter anderen gegenüber. Ich fühle mich sehr Zen.

4. Ich frage mich wie viele andere Menschen wohl in Bildungskarenz sind oder wieso sonst tagsüber so viele Leute Zeit haben einzukaufen/ in Cafés zu sitzen/ im Park herumzuschlendern?!

5. Man kann nicht immer zu 100% performen. Jetzt, da ich mir aussuchen kann, wann ich schreibe, merke ich es umso mehr: an manchen Tagen geht es einfach besser als an anderen. Was wiederum gegen einen strikten 9-5 Job spricht, in dem man gezwungen ist ständig produktiv zu sein (oder zumindest den Anstand hat so zu tun).

Achso, und besagte Diplomarbeit. Ja, der geht es im Grunde ganz gut, der Theorieteil ist fertig, die Empirie fehlt noch, ganz wird sich´s also wahrscheinlich in den 2 Monaten nicht ausgehen, die Arbeit fertig zu schreiben, aber ein großer Teil ist getan. Und das ist ja auch etwas.

Außerdem konnte zumindest meine Terrasse von meiner Bildungskarenz profitieren. Ich glaube sie war noch nie so in Schuss wie dieses Jahr. Weil ich dieses Jahr tatsächlich auch Zeit habe, untertags – wenn die Sonne scheint! – draußen zu sitzen und mein persönliches kleines Paradies zu genießen.

 

 

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