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Travelling

Travel diary: Opatija, das Bad Ischl Kroatiens

Es ist schon einige Zeit her, dass ich an dieser Stelle von einer Reise berichtet habe. Das ist ein Drama! Also jetzt nicht unbedingt nur, weil ihr armen Blissfactor Jünger nichts zum Lesen hattet, sondern vor allem weil es bedeutet, dass ich offenbar gar nicht in der Welt herumgekommen bin! Und das löst in mir mitunter beklemmende Zustände aus. Ohne meine monatliche Reise bin ich´s einfach nicht!

Da trifft es sich natürlich gut, dass ich im Herzen Europas wohne, deshalb viele, viele interessante Destinationen in nicht allzu weiter Entfernung sind und man ganz einfach spontan mal wegfahren kann. Die Wahl vergangenes Wochenende fiel auf: Opatija. Ich dachte das kennt eigentlich jeder, die ausdrucks- und ratlosen Gesichter meines Umfelds verrieten mir allerdings, dass die Perle Istriens wohl doch nicht überall bekannt ist. Sie ist dabei eigentlich recht einfach beschrieben: das Bad Ischl Kroatiens.

Dort sieht es nämlich aus wie zu Kaiser Franz-Josephs Zeiten mit herrschaftlichen Villen, Grand-Hotels, die tatsächlich noch diesen Namen verdienen und kurioserweise lustwandeln dort sogar Promotoren, die als Sisi und Franz verkleidet sind, an der Meerespromenade entlang.

Ich war ja zu Beginn nicht ganz sicher, was mich in Opatija wohl erwarten wird. Die Tripadvisor-Kommentare meinten z.B.: „Die Strandpromenade ist ganz herrlich zum Spazieren – für alle, die noch gehen können.“ Für alle, die NOCH gehen können?!?!?! Mich beschlichen also Zweifel, ob die Destination meinem nahezu jugendlichen Alter angemessen ist. Aber ich bin ja ein aufgeschlossener und abenteuerlustiger Mensch und jede Destination, die am Meer ist, kann einfach nicht verkehrt sein.

Und tatsächlich konnte ich feststellen: ich mag Opatija. Zwar gibt es keine wirklichen Strände, sondern nur Steinplatten, aber das ist in Kroatien ja nicht unbedingt ungewöhnlich und als Party-Hotspot würde ich es auch nicht gerade empfehlen (dazu ist die Klientel zu „reif“), aber die kilometerlange Franz-Joseph Promenade entlang des Meeres ist tatsächlich – für alle, die noch gehen können – herrlich! Lustwandeln erhält zwischen den Palmen, Pinien und Jahrhundertwendehäusern mit riesigen Parkanlagen eine ganz neue Dimension und irgendwie hat sich alles ein bisschen angefühlt wie die Côte d´Azur, nur mit sympathischeren Menschen.

Apropos: habe ich schon mal erwähnt, dass ich Kroaten liebe? Erstens spricht ja gefühlt jeder Kroate mindestens vier Sprachen (und ich kann gerade mal Guten Tag und Danke sagen nach ca. 13 Jahren, in denen ich schon jährlich hinreise, blamabel!) und zweitens sind die alle so nett. Ehrlich, ich glaube Kroaten sind das weltnetteste Volk überhaupt.

Jedenfalls kann ich verstehen, dass der Kaiser so gern nach Opatija reiste, dort lebt es sich wahrlich kaiserlich!

Room with a view im Hotel Milenij

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Bench with a view
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Und Katzen haben sie auch!opatija-kroatien-katze-meer_740x495

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