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The daily hazards of life

Der Umzug

Die letzten Wochen und Tage waren von einem Thema geprägt, das Nerven gekostet, neue Seiten einer Beziehung gezeigt hat und dennoch der einzig richtige Schritt gewesen ist: ich bin umgezogen. Und jeder, der schon einmal einen Wohnungsumzug hinter sich gebracht hat, weiß, das ist kein Blumenpflücken. Aber man lernt daraus. ;)

Vor ein paar Wochen ist der Entschluss gefallen: ich überlasse meine Wohnung übergangsweise meiner besten Freundin und ihrer kleinen, neuen Familie, die gerade erst am Hausbau ist und ziehe zu meinem Herzallerliebsten. Früher oder später stellt sich ja ohnehin die Frage, ob getrennte Haushalte auf Dauer Sinn machen, so ist es eben jetzt geschehen. Meiner besten Freundin ist damit geholfen, meinem Freund im Prinzip auch weil er a) nicht umziehen muss und b) mit meiner dauerhaften Anwesenheit erfreut wird Miete spart und ich sammle gutes Karma, sehe erwähnten Herrn öfter und wohne sehr zentral. Im Grunde können also eigentlich alle recht zufrieden sein.

Zuerst müssen allerdings erst die Erinnerungen an den Umzug selbst verdrängt werden. Und Erkenntnisse für künftige Umzüge (man will gar nicht daran denken!) gezogen werden. Meine Schlüsse sind folgende:

  1. Ziehe nach Möglichkeit niemals, NIE, in eine halbvolle Wohnung, in der dein künftiger Wohnpartner über die letzten Jahre Dinge angesammelt hat. Das bedeutet nämlich, dass du a) sehr viele Dinge in doppelter Ausführung hast und b) die Frage aufkommen wird: wessen doppelte Dinge schmeißen wir weg? Die Antwort darauf kann gar nicht gut ausgehen, für keinen Beteiligten. Derjenige, der die Dinge wegschmeißen muss, wird traurig/beleidigt sein; derjenige, der sie nicht wegschmeißen muss, wird mit der Reaktion des anderen fertig werden müssen.
  2. Besitz belastet. Überleg dir bei deinem nächsten Shopping-Trip ganz genau, ob du das Kleid/den Kerzenständer/den Bilderrahmen/die Gläser WIRKLICH brauchst. Je mehr du hast, desto mehr musst du auch unterbekommen und beim nächsten Mal übersiedeln.
  3. Beginne rechtzeitig mit dem Ausmisten und Kisten packen. Wenn die Möbelpacker alles in die neue Wohnung gebracht haben und sich Kisten über Kisten stapeln, sodass du kaum noch einen Weg durch die Wohnung findest, willst du Platz haben, um den Inhalt der ganzen Kisten irgendwo hinzu packen.
  4. Bleib ein netter Mensch. Umzugssituationen sind stressig, ist nunmal so. Man kann sich leicht in das ganze reinziehen lassen und seine Gereiztheit und Genervtheit an umliegenden Menschen auslassen. Das macht die Situation nicht besser.
  5. Keep calm. Irgendwann ist das ganze vorbei. Und du wirst idealerweise an einem Ort wohnen, wo du dich wohl fühlst, mit jemandem, mit dem du dich wohl fühlen kannst. Das ist es wert.

Ich werde jetzt also mein Zen suchen gehen (ist sicher in irgendeiner Kiste), mich wieder darauf besinnen, dass eigentlich alles gut ist und wünsche allen, die auch gerade beim Umzug sind oder sein werden Toi Toi Toi. Ihr habt mein vollstes Mitgefühl.

 

 

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