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Travelling

Mein Wiederauferstehen und Hamburg – Willkommen 2016!

Man kann es nicht schönreden. Party people, ich hatte die letzten Wochen schlichtweg keine Lust, zu schreiben. Aus keinem besonderen Grund und obwohl ich sonst eigentlich gerade recht motiviert durchs Leben schreite. Wie auch immer, interessiert eh keinen so wirklich, deshalb zu wichtigerem: ich war in Hamburg.

Die eingefleischten Blissfactorianer unter euch wissen: ich habe einen leichten Reisetick. 2014 zum Beispiel war ich jedes Monat zumindest einmal weg, 2015 ging sich das auch fast aus und 2016 soll nicht anders werden! Sicherheitshalber begab ich mich deshalb bereits über Silvester auf Reisen, man kann ja schließlich nie früh genug mit seinen Vorsätzen beginnen.

So kam es, dass ich mich in Hamburg wiederfand. Meine deutsche Lieblingsstadt (sorry, Berlin). Dort habe ich ja schon mal ein halbes Jahr arbeitenderweise verbracht und fand es damals absolut herrlich mit dem Schiff zur Arbeit zu fahren oder an der Elbe entlang hinzuspazieren, ständig von den weltbesten Bratkartoffeln überhaupt umgeben zu sein und, nicht zu vergessen, mit einem mir ursympathischen Menschenschlag zu tun zu haben. Ich liebe sie nämlich, die Hamburger. Sie sind den Wienern gar nicht so unähnlich und vermengen sich daher auch gern. Auf den ersten Blick vielleicht ein bißchen grantig wirkend, in Wahrheit aber urgemütlich und herzerfrischend.

Allerdings war ich das erste Mal im richtigen Winter dort oben und hui, die steife Brise da oben macht das Sightseeing doch etwas kühl! Sogar die Marktschreier am sonntäglichen Fischmarkt schienen diesmal bei gefühlten -12 Grad etwas verhaltener als sonst, und das soll etwas heißen!

Hafen Liebe

Wie mein Reisegefährte übrigens sofort erkannte: das Sympathische an Hamburg ist, dass man eigentlich nicht den Druck hat, typische Sehenswürdigkeiten abzuklappern (ihr kennt das: Kathedralen, Museen, Schlösser, etc). Davon hat Hamburg nämlich relativ wenige. Ich muss zu meiner Schande gestehen erstmals im und am Michel gewesen zu sein (und kann das durchaus sehr empfehlen!), ansonsten heißt es in Hamburg aber vor allem: Gegenden erkunden. Wie zum Beispiel den Hafen. Und die Hafen City. Als Binnenländer ist es einfach immer wieder DER Bringer, an irgendeinem größeren Gewässer zu verweilen. Da kann man sich mitunter schon einbilden, die Elbe sei ein Meer. Und auch wenn es Temperaturen rund um den Gefrierpunkt hat, findet der Binnenländer es immer noch toll eine Hafenrundfahrt mit offenem Verdeck zu machen, einfach weil Boote und Wasser so megageil sind!

Big boats!

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Die Elbe von unten: der Elbtunnel

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Der Umstand, dass mein Reisegefährte aus der Architektenzunft entstammt, war natürlich hinsichtlich des Begeisterungsfaktors zusätzlich anstachelnd, weil Hamburger so herrlich unsentimental sind, was ihre Gebäude anbelangt, und einfach ständig etwas Neues bauen. Die niemals enden wollende Elbphilharmonie, die ersten Teile der Hafencity, das Marco Polo Gebäude, die neuen Abschnitte der Hafencity – es ist einfach spannend wie man in Hamburg noch beobachten kann, wie ganze neue Stadtteile errichtet werden und das in 1A Qualität. Und bitte wer würde nicht gerne am Wasser wohnen? (wenngleich die Geschichten von der neuen, noch unerforschten Spinnenart, die die Hafencity im Sommer heimsucht, mich leicht erschaudern ließen)

Die Hafencity vom Wasser aus

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In diesen Bäumen lebt vermutlich die neu entdeckte Hafen City Spinne. Uuuaaah.

 

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Ein Hafen im Hafen. Wäre das nicht herrlich, jeden Tag mit Blick auf Boote und Wasser aufzuwachen?

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Eines der schönsten Bürogebäude, die ich kenne: die Lobby des Unilever Gebäudes

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Oldschool: die Speicherstadt. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Klinker/Ziegelbauten liiiiebe?

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Never ending story: die Elbphilharmonie

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Kontrastprogramm

In Hamburg finde ich es übrigens auch immer wieder besonders interessant, welche krassen Kontraste auf kleinstem Terrain aufeinanderprallen. In St. Georg zum Beispiel, wo wir diesmal wohnten, kann es konträrer kaum zugehen. An und nahe der Alster (ach, noch so ein herrliches Gewässer! Ich brauche mehr Wasser um mich!) trifft sich die Haute volée, Schwulenszene, Künstler und alles, was sonst hip und schick ist in schmucken Lokalen und entsprechend hoch sind auch die Mietpreise. Geht man nur ein paar Gassen weiter Richtung Hansaplatz, könnte man glauben irgendwo zwischen Manchester und Bagdad gelandet zu sein, mit einer Menge finsterer Typen, denen man eigentlich nicht wirklich im Dunklen begegnen möchte (was ich unabsichtlich tat, allerdings recht schnell das Weite suchte). Ähnliches gilt wie ich finde auch durchaus in St. Pauli und im Schanzenviertel. Überall trifft Hip auf Not-so-hip, Arm auf Reich, Schick auf Abgefuckt. Vielleicht macht das Hamburg ja auch so interessant. Hier gibt´s einfach alles.

Jetzt bin ich jedenfalls wieder im guten alten Wien (das von Hamburgern auch gern als Sisi-Disneyland bezeichnet wird) und freue mich, nochmal ein paar Bilder von meinem Schatzi-Hamburg Revue passieren zu lassen. Unnötig zu sagen, dass die nächste Reise natürlich auch schon wieder in Planung ist. ;)

Wien meets Hamburg und heißt dabei Paris. Im Café Paris gibt´s sonst eher unübliche äußerst gemütliche Kaffeehausatmosphäre. Und eine schmucke Fliesendecke.

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Der Klassiker: die große Freiheit auf St. Pauli

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2 Comments

  • Reply Helena Februar 2, 2016 at 10:18 am

    Ah, Hamburg hat mich auch begeistert – und ich denke, ein wichtiger Punkt war das Wasser. Diese Binnenländer-Meeressehnsucht merke ich auch jedesmal wieder, wenn ich mich einer Küste oder auch nur einem Hafen nähere.

    • Reply Barbara Februar 11, 2016 at 8:02 am

      Als Binnenländer hat man´s wassertechnisch schwer, deshalb werde ich mich sicherheitshalber in Kürze auch wieder ans Meer begeben. ;)

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