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The daily hazards of life

Der Christbaum Vorfall und warum ich jetzt Vorhänge brauche

Wir schreiben den 25.Jänner, mehr als 1 Monat nach Weihnachten also, und ich, die unsentimentale Ordnungsliebende, habe ein Geständnis zu machen: in meinem Vorzimmer steht in diesem Moment ein Christbaum. Oder zumindest das, was davon übrig ist. Und das macht nicht nur mich unhappy.

Ich liebe es, zu Weihnachten einen schönen Christbaum anschauen zu können. Ich hasse es, nach Weihnachten einen nicht mehr so schönen Christbaum anschauen zu müssen. Blöd nur, dass ich dieses Jahr genau das tun muss, nachdem eine Verkettung unglücklicher Umstände dafür gesorgt hat, dass alle Christbaumsammelstellen mittlerweile (berechtigterweise, es ist ja schließlich der 25.Jänner!) geschlossen haben, während mein Christbaumgerippe nach wie vor eine Heimat sucht und mich äußerst unrund macht. Eigentlich ist das Baumentsorgen nicht meine Aufgabe, da der Christbaumbeauftragte gerade aber äußerst busy ist und in den letzten Wochen keine Zeit hierfür hatte, packte mich unlängst beim Anblick des dahinrieselnden Ungetüms der blanke Zorn und ich zerteilte das Ding mit meinen bloßen Händen (und einer Gartenschere) in möglichst kleine Teile. Für den Stamm reichte meine Muskelkraft allerdings nicht. Deshalb steht eben dieser, immer noch etwa 1,70 hoch, nun in einer Ecke meines Vorzimmers.

Wo ihn auch meine Putzfrau wiederfand und auch sie sich offenbar dachte: das ist doch nicht schön, das muss da weg! Folgerichtig stellte sie den Rest-Baum neben die Müllcontainer in meinem Innenhof. Was wiederum mein Vermieter nicht so prickelnd fand und mich mit einer schriftlichen Müll-Verwarnung maßregelte (ein unschönes Blatt Papier, sehr viele dicke schwarze Rufzeichen!). Jetzt steht das Baumgerippe also wieder in meiner Wohnung und ich frage mich: woher wusste Herr Vermieter wohl überhaupt, dass es sich um meinen Baum handelt? Ha? Eventuell weil er aus seinem Fenster einen Blick auf meinen Vorzimmer-Baum in meiner Wohnung erhaschen konnte? Was mich wiederum dazu bewog, gleich das Auto in Richtung Ikea zu navigieren, um Fensterbehänge zu kaufen, um fremde Blicke abzuschotten.

Dieser Fensterbehang muss aber natürlich auch erst montiert werden. Mit Bohrmaschine und so. Allein der Gedanke daran macht mich grantig. Selbstredend ist die Jalousie also noch nicht montiert. Und steht jetzt in meinem Vorzimmer. Neben dem Christbaum.

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