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Interior Design

Das Schlafzimmer Problem

Mein charmanter Herr Papa erachtet es als völlig überbewertet in Innenstadt-Bezirken zu wohnen und bezeichnet meine Wohngegend – wohlgemerkt an der Grenze zum 1. Bezirk – gerne als Slums (wo er nicht mal an der Plakatwand picken möchte; Zitat Ende) und meine Altbauwohnung in einem Jahrhundertwende Haus gerne als Substandard-Etablissement. Ich würde mal meinen, das sehen viele andere (ja, auch ich) anders. Womit er allerdings Recht haben könnte: mein Schlafzimmer ist de facto eine Rumpelkammer. Ich habe mich deshalb auf die Suche nach inspirierenderen Traumlandschaften gemacht.

Es ist ein Problem, das ich durchaus schon öfter beobachtet habe. Menschen in unseren Breitengraden besitzen viele unnötige Dinge. Diese Dinge brauchen Platz. Viele Wohnungen bieten aber keinen durchdachten Platz, um dieses diverse Kleinod unterzubringen. Entweder gibt es gar keinen Abstellraum für Bügelbrett, Staubsauger, Wintersachen & Co oder er ist zu klein oder man hat einfach zu viele Dinge! Deshalb findet man in mitunter sehr schönen Wohnungen oftmals ein Zimmer des Grauens, wie ich es gerne nenne, wo sich alles, was sonst keinen Platz gefunden hat sammelt.

Nochmals verschlimmert wird diese Situation, wenn zwei Haushalte in einem zusammengelegt werden, wie dies bei mir passiert ist und man zweimal soviel Kram auf gleich viel Platz unterbringen muss. In meiner Wohnung gibt es zwar glücklicherweise einen RIESENGROSSEN Einbauschrank des Schreckens (er ist nicht nur äußerlich hässlich, sondern beherbergt innerlich auch viele fürchterliche Dinge), da haben aber trotzdem sperrige Stücke wie ein Hometrainer, Drucker, Klaviere und was man sonst so mitunter herumstehen hat, keinen Platz. Deshalb habe ich abgesehen vom Kasten des Schreckens auch noch ein Zimmer des Grauens in Form meines Schlafzimmers, wie herrlich. Dort sammeln sich Möbelstücke, Fitnessgeräte und Musikinstrumente, die sonst nirgendwo untergekommen sind – Schlafzimmer Träume sehen anders aus! Zusätzlich erschwerend finde ich auch immer die grundsätzliche Hässlichkeit von Kleiderschränken. Die monströsen Dinger sind einfach nur sehr selten schön UND groß genug für alle meine Sachen.

Nun finde ich mich aber nicht gerne mit hässlichen Tatsachen ab, deswegen habe ich mich auf die Suche nach Inspiration gemacht, mit welchen einfachen Mitteln mein Gruselkabinett endlich erstrahlen kann. Dabei habe ich mich auf die Grundprobleme hässlicher Schrank, Schreibtisch im Schlafzimmer, zu viele Möbel in einem Zimmer und damit verbundene nötige Strukturierungsmaßnahmen konzentriert. Let´s see:

Ich hasse Arbeitsplätze im Schlafzimmer, aber wenn es nicht anders geht, dann muss es ja zumindest kein riesiges Ungetüm sein. So etwas zum Beispiel:

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Quelle: Pinterest

In Ermangelung einer begehbaren Garderobe brauche ich einfach einen Kleiderschrank. Mit Vorhangstange gefällt mir das wesentlich besser als mit Türen.

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Quelle: Lionshome

Ich habe ein Sofa und einen Couchtisch zuviel, das könnte sich anbieten:

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Quelle: Apartment Therapy

Und in einer idealen Welt würde mein Schlafzimmer so wie im Katalog aussehen inklusive unpraktischem (und am Fuße eines Bettes sehr gefährdetem) Dekozeugs:

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Quelle: Pinterest

Lange habe ich sie gehasst, aber Teppiche sind einfach wahnsinnig gut darin, Räumen Struktur zu geben und dezent Bereiche abzugrenzen:

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Quelle: Pinterest

Die richtige Bilderhängung kann den entscheidenden Unterschied machen. Großflächiges mit Kleinem im Mix macht sich eigentlich immer gut.

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Quelle: Pinterest

So, dann begebe ich mich jetzt mal zurück in meine „Substandard“-Wohnung (danke, Papa) und werde mir einen Weg durch meine Schlafzimmer Rumpelkammer bahnen auf der Suche nach Struktur. Good night.

Beitragsbild via Pinterest

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2 Comments

  • Reply Sarah Februar 23, 2016 at 12:15 pm

    Ein Schlafzimmer hat den Vorteil, dass man die meiste Zeit die Augen zu hat, wenn man sich darin befindet und Gäste werden meistens auch nicht hinein geführt – da ist natürlich die Gefahr groß, dass dieser Ort die Abstellkammer wird.

    In der alten Wohnung hatten wir darin ein Ungetüm an Schreibtisch, dass aber nie als solcher genutzt wurde, sondern eine weitere Ablage war für Münzen, Zeitungen, Blätter, Krimskrams, Knöpfe, etc. Es war unmöglich diesen schön frei zu lassen.

    Jetzt im neuen Schlafzimmer haben wir den jetzt erst gar nicht aufgebaut. Und fehlt mir jetzt etwas, dass er in seinen vollgestopften Schubladen beherbergt hat? Nein.
    Was will ich sagen mit dieser tollen Geschichte: vielleicht hilft dir auch mal was wegtun. Obwohl für so Dekosachen, die da gefährlich am Fußende balanzieren, hätte ich sicher auch noch Platz. :)

  • Reply André März 22, 2016 at 6:54 pm

    Gerne dürfen es im Schlafzimmer auch satte Farben sein. Für mich persönlich am liebsten nur ein Bett und das wars. So kann dem guten Schlaf und den Träumen nichts im Wege stehen.

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