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The daily hazards of life

Als mich 5 Zara Mitarbeiter aus einem Overall schneiden mussten: Florenz

Auf der Liste meiner Lieblingsstädte steht Florenz ganz oben. Vor doch schon einigen Jährchen habe ich dort mal ein Jahr lang studiert – und es war eines meiner allerbesten Jahre. Allerdings war ich damals auch nicht in einer Zara-Garderobe in einem Overall mit klemmendem Reißverschluss gefangen. Naja, es gibt immer ein erstes Mal…

Florenz vergangenes Wochenende. Massenhaft Menschen unterwegs. Haupteinkaufsstrasse. Zara Umkleidekabine. Ich in einem an sich recht gut sitzenden Overall, der mir aber nicht gut genug gefällt, um ihn zu kaufen. Ich also den Reißverschluss an der Hüfte ziehend, um mich wieder rauszuschälen und – nichts. Der Verschluss bewegt sich keinen Zentimeter. Ich, schlau, rufe meine Schwester aus der Nebenkabine zu Hilfe, vielleicht bin ich ja einfach nur zu ungeschickt. Schwester zieht an Reißverschluss, mehrmals, fest – nichts. Hm, gut, dann fragen wir eben die Zara Mitarbeiterin, die hat doch sicher eine gewisse Reißverschluss-Öffnungs-Kompetenz, die bringt mich da sicher wieder raus! Zara Mitarbeiterin versucht´s, ist ratlos, ruft die nächste Kollegin, die ruft den Manager. Mittlerweile ist mir schon etwas warm geworden und ich überlege, ob ich eh nicht dringend aufs Klo muss.

Um´s abzukürzen: insgesamt versuchen sich also bereits 5 verschiedene Zara Mitarbeiter daran, mich aus dem Jumpsuit zu schälen, in unterschiedlichen Stadien der Verzweiflung, wild italienisch und bruchstückhaft englisch vor sich hingestikulierend und ihre Optionen abwägend (zwischendurch fragen sie mich auch immer wieder, ob ich den Jumpsuit denn behalten will? Würden sie mich dann einfach in dem Teil rausspazieren lassen und meinem Schicksal überlassen?!) . Mir wird in der Zeit auch nicht unbedingt wohler in meiner Kabinen-Gefangenschaft (begleitet von mitleidig-entsetzten Blicken der übrigen Umkleide-Gäste), aber was soll man machen, wenn man in einem Kleidungsstück festsitzt. Schlussendlich kommt die Schneiderin und spricht ein Machwort: Rausschneiden! Da stehe ich also, im korallfarbenen Jumpsuit in der Florentiner Umkleidekabine, meine Schwester im Gesicht rot angelaufen und sich vor Lachen nicht mehr einkriegend, die Zara Crew an ihre Belastbarkeits-Grenzen kommend, und werde aus dem guten Stück – ratsch- herausgeschnitten.

Ich habe dann sogar noch ein paar Sachen – ohne Reißverschluss – gekauft, wahrscheinlich aus schlechtem Gewissen. Mir sind derzeit Kleidungsstücke mit Zip jedenfalls schwer suspekt, es könnte also noch dauern bis ich diese Kleidungs-Malfunction überwunden habe.

Achso, und Florenz, dazu erzähle ich demnächst mehr.

 

Beitragsbild: Zara

 

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