radiokulturhaus_740x493
It´s random, but inspiring!

Musik hilft! Danke Gin Ga, dass ihr meine Woche besser gemacht habt

Im Leben steht man oft vor der Entscheidung: lässt man sich von Dingen, die nicht so super laufen, runterziehen? Oder sucht man sich aus den vielen anderen guten Dingen, die ringsum zur Verfügung stehen, stattdessen etwas aus, das einen glücklich(er) macht? Damit meine ich nicht, vor unangenehmen Dingen wegzulaufen. Vielmehr, diese weniger positiven Momente nicht zum bestimmenden Teil des Lebens zu machen. Nun ja, ich versuche im Zweifelsfall, nicht die Negativität Oberhand gewinnen zu lassen. Das gelingt manchmal auch einfach, indem man sich mit netten Menschen umgibt und schönen Begebenheiten beiwohnt. Wie das Konzert einer meiner österreichischen Lieblingsbands – Gin Ga – im Radiokulturhaus, zum Beispiel. Das hat mich im Herzen froh gemacht.

Das ORF Radiokulturhaus an sich ist ja schon mal ein Highlight. Auf den ausgesessenen Steinzeit Gestühlen des großen Senderaums rutscht man ständig fast vom Sitz, weil das Leder so glatt ist und man so unglaublich viel Platz hat! Nicht wie die ewig viel zu enge Bestuhlung im Theater, wo die oft älteren, beleibteren Zuschauer kaum durchkommen. Im Radiokulturhaus hat der distinguierte Ö1-Hörer von heute noch genug Raum, sich und seinen Intellekt auszubreiten. Herrlich! Apropos: offenbar hatten sich beim Gin Ga Konzert auch ein paar Ö1 Dauerabonnenten in den großen Sendesaal verirrt, was wohl – unterstelle ich jetzt mal – sowohl die Band (sonst ist unser Publikum doch jünger, oder?) als auch diese Publikumsteile (was macht bitte eine E-Gitarre auf der Bühne und warum hat der junge Herr da vorn eine Jogginghose an?) mitunter leicht zu verwirren schien.

Aber Musik ist ja da, um Menschen zu verbinden. Und das gelang an diesem besonderen Abend ganz hervorragend. Ich finde es ja wahnsinnig sympathisch, wenn sich Menschen nicht allzu ernst nehmen und auch mal Fehler machen. Beim Gin Ga Konzert gab nicht nur der Sänger offen zu: wir spielen dieses Lied heute erst zum zweiten Mal, beim ersten mal haben wir´s versaut. Es war auch sonst musikalisch nicht alles megaperfekt und dadurch, dass man im Radiokulturhaus so besonders nah an den Künstlern ist, hat man finde ich auch durchaus Nervosität gespürt. Aber gerade das hat diesen ursympathischen Eindruck, den ich von Gin Ga habe, unterstrichen.  Und überhaupt, was wirklich toll ist und andere Bands ihnen erst mal nachmachen müssen ist, dass sämtliche Bandmitglieder mehrere Instrumente – von der Melodica bis zur Geige – beherrschen, das zollt mir als Hobby-Gitarrenbardin und ehemaliger Klavierspielerin (die aber offenbar jegliches Grundwissen über Tonarten vergessen hat) großen Respekt ab.

Deshalb, liebe Gin Ga Barden, möchte ich mich an dieser Stelle nochmal ganz offiziell bedanken: ihr seid toll! Und wenn sich andere Katzenvideos auf YouTube anschauen, damit es ihnen besser geht, schaue ich mir lieber euch an:

Und das neueste Werk:

Foto: ORF Radiokulturhaus

Previous Post Next Post

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply